Nach dem Tod von Hubert Aiwanger wollen die Freien Wähler erst nach einer Trauerphase über ihre Neuaufstellung entscheiden. Das sagte der Fraktionsvorsitzende der Freien Wähler im bayerischen Landtag, Florian Streibl, im Bayerischen Rundfunk.
Nach dem Tod von Hubert Aiwanger wollen die Freien Wähler erst nach einer Übergangsphase über ihre Neuaufstellung entscheiden. Die Partei befinde sich "immer noch in einer Art Schockzustand" und müsse zunächst in ihren Gremien Trauerarbeit leisten, sagte der Fraktionsvorsitzende der Freien Wähler im bayerischen Landtag, Florian Streibl, am Donnerstagabend im Bayerischen Rundfunk.
Die Gremien wollten sich zunächst treffen, um die aktuelle Lage zu besprechen. Erst in einem weiteren Schritt werde über die Zukunft entschieden, betonte Streibl. Zugleich betonte er, die Freien Wähler gebe es schon lange, und es werde sie auch weiter lange geben. Man sei pragmatisch und werde Wege finden, auch künftig "gute und auch sachorientierte Politik" zu machen.
Aiwanger, der die prägendste Figur der Freien Wähler war, war am Mittwochabend tot in einem Hotelzimmer in Berlin-Mitte gefunden worden. Die Todesursache war zunächst unbekannt. Die Obduktion ergab den Ermittlungsbehörden zufolge keine Anhaltspunkte für eine Straftat. Der 55-Jährige war seit 2018 bayerischer Wirtschaftsminister und stellvertretender Regierungschef, seine Partei regiert im Freistaat in einer Koalition mit der CSU.
Die bayerischen Freien Wähler führte Aiwanger seit 2006, seit 2008 war er Abgeordneter im Landtag. Seit 2010 amtierte er auch als Bundesvorsitzender der Freien Wähler. Über die Posten des Wirtschaftsministers, stellvertretenden Ministerpräsidenten und Parteichefs der Freien Wähler muss nun neu entschieden werden.
